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  • Der große FC Bayern München kommt in die Vestestadt – diese Schlagzeile gab es bereits vor knapp eineinhalb Jahren im Rahmen des „Traumspiels“ der Fußballstars. Am Sonntag ab 16 Uhr allerdings geht es in der HUK-COBURG arena um Basketball und echte Punkte. In Anbetracht der prekären Tabellensituation möchte der BBC COBURG der Zweitvertretung des BBL-Spitzenreiters vor allem Albträume bescheren.

    Im Gegensatz zur Würzburger BBL-Reserve, die sich von einem Nachwuchsteam inzwischen zu einer von gestandenen Profis dominierten Truppe entwickelt hat, rechtfertigen die Landeshauptstädter das Etikett der Jugendförderung nach wie vor und haben, vom lange außer Gefecht gesetzten Center Michael Wenzl einmal abgesehen, darauf verzichtet sich vor der entscheidenden Saisonphase noch einmal namhaft zu verstärken.

    Demzufolge geben beim von Oliver Kostic und dem ehemaligen DBB-Auswahlakteur Demond Greene trainierten Tabellenneunten weiterhin die Youngster den Ton an. Allen voran Karim Jallow: Der athletische Jugendnationalspieler, der auch in der ersten Mannschaft mehr und mehr Einsatzzeiten erhält, gehört mit zwanzig Punkten, sechs Rebounds und drei Assists pro Begegnung zu den Top-Performern der Liga und hat dem BBC COBURG bei der verdienten 72:87-Hinspielpleite im Audi Dome stolze 29 Zähler eingeschenkt. Weitere Leistungsträger sind der Österreicher Marvin Ogunsipe (12,4 Punkte und 9,3 Rebounds pro Spiel) sowie die Guards Georg Beyschlag, Nelson Weidemann und Amar Gegic. Keiner der Genannten ist älter als 21.

    Der BBC COBURG geht also mit einem Erfahrungsvorsprung ins Schlagerspiel; ein Umstand, den die ebenfalls einigermaßen „grünen“ Oberfranken in dieser Spielzeit nur selten für sich beanspruchen konnten. Aus der ärgerlichen und unnötigen Niederlage in Dresden vor Wochenfrist schöpft die Mannschaft von Trainer Derrick Taylor, bei der außer Forward Matthias Fichtner alle Mann an Bord sein sollten, zusätzliche Motivation, es im Prestigeduell mit den Bayern besser zu machen und den „Junglederhosen“, die derzeit zwei Siege Vorsprung aufweisen, tatsächlich schlaflose Nächte zu bereiten.

    Taylor selbst setzt nicht zuletzt auf den Faktor Publikum: „Ich hoffe, dass wir ähnlich wie bei den letzten Heimsiegen gegen Elchingen und Schwelm wieder so toll unterstützt werden und unsere Serie in eigener Halle ausbauen können.“

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