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  • Samstag, den 25. Oktober startete die Coburger Mannschaft mit einigen Fans im Gepäck die Reise zu ihrem zweiten Auswärtsspiel der laufenden Saison. In Neumarkt in der Oberpfalz wurde man in gut gefüllter Halle von den Fibalon Baskets Stauf und ihren Fans empfangen. Die Spieler des BBC, von denen einige aus der Nürnberger Region stammen, trafen hier auf einige bekannte Gesichter. Ex-Coburger Marcel Koulibaly, der mittlerweile in Stauf spielt, lief am Samstag nicht für seine Mannschaft auf.

    Im ersten Viertel zeichnete sich sogleich ein vielversprechendes Spiel ab. Stawowski eröffnete die Partie mit einem Wurf direkt unter dem Korb der Gegner, um im darauf folgenden Angriff gleich einen Dreier zu treffen und eine schnelle 0:5-Führung zu etablieren.  Die Staufer antworteten nur Sekunden später mit einem eigenen Dreipunktewurf. Daraufhin schlug auch der Coburger Aufbau Yasin Turan, der die gegnerische Mannschaft vielleicht so gut kenn wie kein anderer, präzise zu, und verwandelte schnelle Züge zum Korb in spektakuläre Punkte. Dabei provozierte er die Gegner aus Neumarkt immer wieder dazu, das Tempo mitzuhalten, wobei die Staufer unter dem Korb der Vestestädter auf ein Bollwerk trafen. Der defensive Anker war am Samstag bei den Coburgern gesetzt. Eine gemeinschaftliche Verteidigungsleistung wurde zum Motor im Angriff. Die Staufer versuchten ihr Glück zunächst vermehrt von hinter der Dreipunktelinie. Schnelle Angriffe, zum Teil sogar Dreier aus Fast-Breaks, wie die des abgezockten Flügelspielers Alexey Bondar,  der mit gleich fünf Distanzwürfen von der Bank den Weg von außen vorgab, bestimmten das offensiv geprägte erste Viertel. Zehn Punkte Vorsprung erarbeiteten sich die Coburger so, wobei sie sich am Ende einen kleinen Faux-Pas im Aufbau leisteten und 10 Sekunden vor Ende noch einen Turnover samt 3-Point-Play (Korbleger + Foul und Freiwurf) kassierten. So ging es 21:31 ins zweite Viertel.

    Fast wie aus dem Nichts lief jedoch sogleich alles gegen Coburg. Die Staufer starteten eine Aufholjagd sondergleichen und lochten einen Korb nach dem anderen ein. Die Coburger ließen sich zu sehr zu weiteren Schnellangriffen verleiten und der Ball fand somit immer weniger Anspielstationen bevor er viel zu oft am – nicht häufig genug aber im Ring landete. Den Staufern gelang tatsächlich das unerwartete. Sie gingen als führende in die Halbzeit. Gerade einmal 16 Punkte erzielten die Coburger im zweiten Viertel. Also knapp mehr als die Hälfte der vorangegangenen Periode. 48:47 verließen etwas demütig wirkende Oberfranken das Spielfeld zur Pause.

    Im dritten Viertel jedoch kam man auf Seiten der Coburger wieder auf das Erfolgsrezept zurück. Unter dem Korb bereiteten Lachmann und Stawowski den Gegnern Probleme, von außen ließen Bondar, Herold und Turan es weiter regnen. Man erarbeitete sich den Vorsprung zurück den man sich im ersten Viertel wohl verdient hatte. Mit elf Punkten Vorsprung ging es in ein spannendes Schlussviertel. 58:69.

    Im letzten Viertel wurde es noch einmal richtig heiß in der Halle. Staufer und Coburger Fans feuerten um die Wette an, der Coburger Block übertönte nur zu oft sogar den Hallensprecher. Kein Wunder – das Momentum drehte sich zu 100% gegen die Gastgeber als Turan einen spektakulären Alley-Oop auf Terry Thomas spielte. Die Halle tobte. Der Gegner war demoralisiert. Terry setzte noch einen drauf und traf einen Dreier, nur um den Alley-Oop Dunk gleich noch einmal zu wiederholen, diesmal vom Brett als Anspielstation der Wahl von Turan. Als die Coburger die Katze mit 20 Punkten Vorsprung schon im Sack sahen, drehte Alexander Malinkovich gerade erst richtig auf. Fünf (!) Dreier, einen davon auch noch samt Foul, traf der Flügelspieler im letzten Viertel. Bei den Gastgebern machte sich Hoffnung breit. Doch Coburg fehlte die Panik. Gesonnen setzte man sicher Punkte entgegen, um nicht allzu viel Vorsprung zu verspielen und hielt souverän Stand. Am Ende war es ein 82:94-Sieg für Coburg und eines der spektakulärsten Spiele seit langer Zeit.

    Punkte: 
     Albus 1 
     Bondar 21
     Dilukila 2
     Herold 7
     Lachmann 12
     Reinhardt 8
     Stawowski 13
     Thomas 15
     Turan 15

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